Download E-books Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit PDF

By Siegfried Kracauer

In der Gesellschaftsbiographie Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit, während der Emigration in Paris geschrieben und erstmals 1937 in Amsterdam publiziert, erzählt Kracauer nicht nur den bewegenden Aufstieg des Komponisten, der aus Köln stammte und mit seiner Musik zum Pariser wurde; er porträtiert auch die Gesellschaft der Julimonarchie unter Louis Philippe (1830-1848) und vor allem die des Zweiten Kaiserreichs unter Napoleon III, die damals den Durchbruch der Moderne erlebte.

Show description

Read or Download Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit PDF

Similar Biography books

The Iron Lady: Margaret Thatcher, from Grocer's Daughter to Prime Minister

The Iron girl, the definitive Margaret Thatcher biography, is out there simply in time for the motion picture starring Meryl Streep as some of the most notorious figures in postwar politics. even if you love her or hate her, Margaret Thatcher's effect on twentieth-century heritage is indisputable. From her humble, small-town upbringing to her upward push to energy because the United Kingdom's first lady major minister, to her dramatic fall from grace after greater than 3 many years of provider, celebrated biographer John Campbell delves into the tale of this interesting woman's existence as nobody has earlier than.

The King Never Smiles: A Biography of Thailand's Bhumibol Adulyadej

Thailand’s Bhumibol Adulyadej, the single king ever born within the usa, got here to the throne of his nation in 1946 and is now the world’s longest-serving monarch. The King by no means Smiles, the 1st autonomous biography of Thailand's monarch, tells the unforeseen tale of Bhumibol's existence and sixty-year rule—how a Western-raised boy got here to be noticeable by way of his humans as a dwelling Buddha, and the way a king generally obvious as beneficent and apolitical may well in truth be so deeply political and autocratic.

Xerxes: A Persian Life

The 1st full-scale account of a Persian king vilified by way of heritage Xerxes, nice King of the Persian Empire from 486–465 B. C. , has long past down in heritage as an offended tyrant packed with insane ambition. The stand of Leonidas and the three hundred opposed to his military at Thermopylae is a byword for braveness, whereas the failure of Xerxes’ day trip has overshadowed the entire different achievements of his twenty-two-year reign.

Additional resources for Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit

Show sample text content

Er rief ihm brieflich ihren ersten gemeinsamen Waffengang, jenen Prolog zur Eröffnung der Bouffes, ins Gedächtnis zurück und beschwor ihn, wenigstens den »Orpheus« zu beenden, der ein Meisterwerk zu werden verspreche. Wenn er das Stück als Meisterwerk bezeichnete, meinte er allerdings nicht eigentlich den textual content, sondern die Musik, die ihn berauschte. Sein inständiges Werben um den Freund und Mitarbeiter erklärte sich im übrigen vorwiegend daraus, daß der für schwermütige Träumereien empfängliche Cremieux sehr zum Unterschied von Halevy in einem Schneckentempo dichtete, das Offenbach zur Verzweiflung brachte. guy konnte ihm zureden, ihn antreiben - Cremieux bewegte sich nicht vom Fleck. Da Halevy seinerseits lieber Stücke schrieb als den Generalsekretär spielte; willfahrte er der Bitte Offenbachs insoweit, als er fortfuhr, in Fällen der now not Gesangstexte zu liefern; unter der Bedingung, daß sein identify nicht genannt werde. Der identify wurde dennoch genannt, widmeten doch Offenbach und Cremieux ihrem stillen Teile haber das Werk. Schon waren die Proben im Gang, als Offenbach einen Schauspieler engagierte, der gerade die Comedie-Frarn;aise verlassen Jacques Offenbach hatte. Schaltete er deshalb in letzter Stunde eine Rolle für ihn ein, weil er nun einmal keine Erfolgschance versäumen wollte? Bei dem ausgebildeten Theaterinstinkt Offenbachs ist die Annahme wahrscheinlicher, daß er mit Hilfe Baches das innere Gleichgewicht des »Orpheus« herzustellen suchte. Bache battle eine Figur, die sich unauslöschlich einprägte. Die Tatsache, daß er äußerst lang und hager wie ein Strich warfare, hätte bereits genügt, um ihm Beachtung zu sichern; aber hinzu kam noch - und das erst verlieh ihm seine Einzigartigkeit-, daß sich dieser endlose Strich in einem sonderbaren Gewölk verlor. Melancholie umwitterte ihn, und von ihr heimgesucht, irrte er an den Grenzen des Wahns umher. battle er von Freunden zum Essen gebeten, so zog er mit einem ungeheuren Küchenmesser über den street; in der festen Überzeugung, daß andere Messer nicht schnitten. Auf der Bühne gehorchte er unbekannten Einflüsterungen, die ihn dazu bewogen, ohne Rücksicht auf den Sinn des Textes bald betont langsam zu sprechen, bald sich so zu überhaspeln, als habe er plötzlich seine Feinde erspäht. Diese Verschleppungen und Beschleunigungen reizten aber das Publikum, das sie für willkürlich hielt, um so mehr zum Gelächter, als Bache die dünne unausgegorene Stimme eines Jünglings besaß und in Augenblicken der Innigkeit wie eine gefühlsselige Giraffe wirkte. Sein Spiel battle das eines Menschen, der in einer anderen Welt als der unsrigen zuständig ist und in dieser stets nur gastiert. Im »Orpheus« übernahm er die Gastrolle des John Styx. Brauchte Offenbach Leben und Betrieb - am Tag der Uraufführung des »Orpheus« kam er auf seine Kosten. used to be sich an diesem Tage alles im Direktionszimmer der Bouffes-Parisiens zutrug, veranschaulicht eine Schilderung des »Journal amusant«, die sich ungeachtet ihrer Übertreibungen nicht allzusehr von der Wirklichkeit entfernen mochte.

Rated 4.31 of 5 – based on 36 votes